Ihre zu erwartende Altersrente

Nachfolgend sehen Sie, wie die Kranken-/Pflegeversicherungsbeiträge, die Steuerbelastung und die Inflation Ihre laut Renteninformation angegebene Altersrente mindert. Daraus ergibt sich Ihre zu erwartende Altersrente nach Abzügen und gemäß heutiger Kaufkraft.

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Weitere Informationen:

Beginn der Regelaltersrente und Rentenabschläge

Sind Sie 1964 oder später geboren, so beginnt Ihre Regelaltersrente nach Vollendung des 67. Lebensjahres. Frühere Jahrgänge beziehen die Regelaltersrente bereits mit 66 Jahren (Jahrgänge 1958 bis 1963) bzw. mit 65 Jahren (Jahrgänge bis 1957).

Bei einem Bezug der Altersrente vor der Regelaltersgrenze wird pro Jahr ein Rentenabschlag von 3,6% angesetzt. Grundsätzlich gilt: Sofern beim Bezug der gesetzlichen Altersrente ab dem 65. Lebensjahr 45 oder mehr Beitragsjahre erreicht werden, bleibt die Altersrente frei von Rentenabschlägen.

Für Versicherte, die vor 1964 geboren sind, gilt eine Sonderregelung. Nach 45 oder mehr Beitragsjahren können Jahrgänge von 1958 bis 1963 ab dem 64. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente gehen, Jahrgänge bis 1957 ab dem 63. Lebensjahr.

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Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge

Im Rentenalter sind auf die gesetzliche Altersrente auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen, sofern Sie gesetzlich kranken-/pflegeversichert sind. Entsprechend den aktuellen Beitragssätzen sind dies ca. 8,2% an Krankenversicherungsbeitrag und 2,35% an Pflegeversicherungsbeitrag. In der Summe sind dies bereits jetzt über 10% Abzüge von der Altersrente laut Rentenformation.

Der Rentenversicherungsträger überweist zusätzlich 7,3% der Altersrente an die Krankenversicherung. Dies mindert Ihre gesetzliche Altersrente allerdings nicht.

Bereits in der Vergangenheit sind die Beitragssätze deutlich angestiegen (vgl. Grafik). Auch in Zukunft werden die Beiträge aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland eher steigen als sinken.

Entwicklung der Beitragssätze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung:

Grafik zur Entwicklung der Beitragssätze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung


Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen

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Besteuerung der gesetzlichen Altersrente

Sofern Sie 2040 oder später in Rente gehen, ist Ihre gesetzliche Altersrente grundsätzlich voll steuerpflichtig. Sollten Sie früher in Rente gehen, gibt es einen sogenannten „Rentenfreibetrag“. Das ist der Teil der Rente, den Sie nicht versteuern müssen. Sofern Sie 2020 in Rente gehen, beträgt dieser 20% der Rente, sofern Sie 2030 in Rente gehen, beträgt dieser 10% der Rente – ein überschaubarer steuerfreier Prozentsatz.

Beachten Sie: Auch wenn Sie zu Rentenbeginn noch keine Steuern auf Ihre Rente zahlen müssen, da die Rente beispielsweise unterhalb des steuerlichen Grundfreibetrags liegt, kann sich dies im Laufe Ihres weiteren Rentenbezugs ändern.

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Volle Erwerbsminderungsrente

Sind Sie in Folge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage, mehr als 3 Stunden am Tag zu arbeiten, haben Sie Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Aus ärztlichen Unterlagen oder Gutachten geht eindeutig hervor, dass Sie in Ihrem oder einem anderen Beruf nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeiten können.
  • Sie sind mindestens fünf Jahre versichert und haben in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge bezahlt. Kindererziehungszeiten zählen als Pflichtbeitragszeiten.


Sofern Sie nur noch 3 bis 6 Stunden arbeiten können, haben Sie Anspruch auf teilweise Erwerbsminderungsrente. Die Rente beträgt 50% der vollen Erwerbsminderungsrente.

43% der heute 20-jährigen Männer werden wahrscheinlich bis zum 65. Lebensjahr einmal berufsunfähig. Dabei sind psychische Krankheiten mit ca. 40% die häufigste Ursache für Erwerbsunfähigkeit. (Quelle: statista.com)

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Bisher erworbener Rentenanspruch

Diese Rentenhöhe liefert (neben der Angabe zur Erwerbsminderungsrente) die einzige verbindliche Aussage in der Renteninformation, da sich deren Werte aus den bereits eingezahlten Versicherungsbeiträgen und den damit gesammelten Entgeltpunkten ergeben.

Bei den aktuell erworbenen Ansprüchen werden keine weiteren Einzahlungen und keine zukünftigen Rentenanpassungen berücksichtigt.

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Bis Rentenbeginn hochgerechneter Rentenanspruch

Der hochgerechnete Rentenanspruch im Alter trifft nur dann zu, wenn sich Ihr berufliches Einkommen bis zum Rentenbeginn genau so entwickelt wie der Durchschnitt der letzten fünf Kalenderjahre.

Künftige Rentenanpassungen (Rentenerhöhungen) sind in dieser Rente nicht berücksichtigt.
Bitte beachten Sie: Dies ist nicht der Wert, der zur Auszahlung kommt. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und ggf. Steuern sind davon noch abzuziehen!

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Rentenanpassungen

In der Renteninformation wird eine beispielhaft hochgerechnete Altersrente mit einer Rentenanpassung von 1% und 2% jährlich ausgewiesen. In der Abbildung ist die Entwicklung der Anpassung seit 2003 dargestellt. Die durchschnittliche jährliche Rentenanpassung von 2003 bis 2015 betrug in den West-Bundesländern ca. 0,9%, in den Ost-Bundesländern ca. 1,4 %.

Gemäß diesen Vergangenheitswerten erscheint eine zukünftige Rentenanpassung von jährlich 1% plausibel. Allerdings lässt sich aus der Vergangenheit keine sichere Prognose für die Zukunft ableiten.


Rentenanpassungen der gesetzlichen Rente:

Grafik zur Rentenanpassungen der gesetzlichen Rente


Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund

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Auswirkungen der Inflation

Neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung und der steuerlichen Belastung wird auch durch die Inflation die Kaufkraft der Altersrente laut Renteninformation gemindert.

Von 1995 bis 2014 lag die durchschnittliche Inflation in Deutschland bei etwa 1,5% jährlich. Damit liegt die Inflation über der Rentenpassung der gesetzlichen Rente in den letzten Jahren. Dieser Trend wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung fortsetzen und sogar eher noch verstärken. Die Kaufkraft der Rente wird somit langfristig sinken.


Entwicklung der Inflation in Deutschland:

Grafik zur Entwicklung der Inflation in Deutschland


Quelle: Statistisches Bundesamt 

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